Bücher- und Bilderecke

28.11.2014 | Autor: D.L. 703

„Vom Saulus zum Paulus“

Die Tat liegt nunmehr 15 Jahre zurück. Damals trug Johannes Kneifel Stahlkappenstiefel und war ein gewaltbereiter Neonazi. Im August 1999 betrank er sich wieder einmal gemeinsam mit seinem Kumpel und suchte dann die Sozialwohnung eines Mannes auf, der sie immer wieder wegen ihrer rechtsradikalen Gesinnung kritisiert hatte. Sie wollten ihm einen Denkzettel verpassen. Weil der Mann die Tür nicht öffnete, trat Kneifel sie kurzerhand ein. Erst diskutierten sie kurz, dann schlug und trat Kneifel zu, auch noch, als der Mann bereits blutend am Boden lag. Bevor sie flüchteten, zerstörten sie noch das Telefon. Der Mann starb im Krankenhaus. Kneifel wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren Jugendhaft verurteilt.

Im Gefängnis macht er weiter wie gewohnt, wird ein gefährlicher Gewalttäter, der vor nichts zurückschreckt. Er hat seinen Stempel weg. Nur mit den Gefängnisseelsorgern kommt er gut klar. Der Pfarrer, der hin und wieder Gottesdienste im Gefängnis hält, macht ihm klar, dass er mit seinem Stolz nicht weiter kommt und wichtige Entscheidungen nicht aufgeschoben werden sollen. Kneifel kniet nieder und bittet Gott, dass er sein Leben in seine Hand nehmen solle. Und auf einmal fällt etwas Schweres, Belastendes von ihm ab. Er fühlt eine große Freude und großen Frieden tief in seinem Inneren. Er beendet seine Lehre als Jahrgangsbester und darf das Gefängnis früher verlassen. Dann schließt er sich einer Baptistengemeinde an und studiert Theologie. Heute predigt er als Pastor in einer kleinen Gemeinde im Umland von Berlin.

(Das Buch kann bei mir ausgeliehen werden.)


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