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Festtag

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Festtag

Für uns neuapostolische Christen ist ja jeder Sonntag ein Festtag. Aber Sonntag, der 20. September, war ein ganz besonderer Festtag. Es war der Jubiläumsgottesdienst zum 125. Geburtstag unserer Gemeinde, den der Bezirksapostel halten sollte. Und es gab Einiges zu feiern: vier Versiegelungen und die Einsetzung eines neuen Hirten.

Der Altarschmuck basierte auf einer Idee aus der Gemeinde, die unsere „Blumenschwester“ umsetzte: unser Symbol der aufgehenden Sonne über Wasserfluten mit dem Kreuz im Hintergrund wunderschön durch gelbe und blaue Blumen dargestellt.

Vor Beginn des Gottesdienstes erfreuten unser Flötenorchester und der Frauenchor („Gott ist Gnade und Liebe“) die Gemeinde und die vielen Gäste aus dem In- und Ausland. Einige hörgeschädigte Geschwister hatten sich eingefunden, die von kundigen Gebärdendolmetscherinnen bestens versorgt wurden.

Das Textwort aus 2. Buch Chronik 5, Vers 13 zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Der Bezirksapostel sprach von der Harmonie, die eine große Rolle in unserem christlichen und natürlichen Leben spielen soll. Als Beispiel dafür führte er den Chor mit seinen Dirigenten und Sängern an. Die Sänger müssen den Dirigenten als Autorität im positiven Sinne erleben, ihm müssen sie folgen, damit sie mit einer Stimme, obwohl vierstimmig, singen, seine Anweisungen genau befolgen, niemand darf ausscheren, damit die Harmonie des Tones nicht gestört wird. Harmonie fällt nicht vom Himmel, führte er weiter aus, die will erarbeitet werden. Gott ist ein Gott der Harmonie, ihn sollen wir loben und preisen. Harmonie ist Übereinklang mit Gott, Disharmonie ist Sünde. Abraham lebte in Harmonie mit Lot, weil er Lot entscheiden ließ, welches Land er nehmen wollte.

Beim Mitdienen sagte Bischof Sergej Hanajev aus Kasachstan, dass er voller Frieden zu uns gekommen sei und sich gefreut habe, dabei sein zu dürfen. Und obwohl wir an verschiedenen Orten leben, haben wir doch einen Gott, auf den wir zählen dürfen und dem wir vertrauen können.

Hirte Petrusch führte in seinem letzten Mitdienen aus, dass es eine Zielvorgabe von oben gebe, nämlich die Würdigkeit zu erlangen. Wir sollten uns immer und immer wieder in der Harmonie üben, damit wir würdig werden.

Bischof Bias ergänzte, dass die Herrlichkeit des Herrn das Haus Gottes erfüllte und dass durch den Einklang in der Gemeinde auch in der Liebe die Harmonie sichtbar würde.

Bezirksältester Krack erzählte, dass genau vor dreißig Jahren in der Gemeinde Schöneberg ein Schulchorsingen mit Stammapostel Urwyler stattgefunden hat, an das er nun erinnert wurde.

Der Bezirksapostel ging auf die hörgeschädigten Geschwister ein, denen zwar ein Sinn fehlen würde, die anderen Sinne aber ausgeprägter seien. Die Harmonie geht durchs Herz. Stammapostel Leber sagte mal einen Satz, an den er sich oft erinnert: „ Wer demütig ist, muss weniger vergeben.“ Wer sagt, dass er Gott liebt aber seinen Bruder hasst, der sei ein Lügner. Demut zeigt sich offen und ehrlich und verletzt den anderen nicht.

Zur Versiegelung traten dann vor den Altar Gottes: Ole, seine Eltern und sein Schwesterchen, Tara und ihre Eltern, Frieda, ihre Eltern und ihr Schwesterchen und eine Schwester, die sich im Erwachsenenalter für den Herrn entschieden hat. Alle empfingen durch die Hand des Bezirksapostels den Heiligen Geist. Ganz besonders sprach der Bezirksapostel die beiden nichtapostolischen Väter an und dankte ihnen dafür, dass sie ihren Frauen keine Steine in den Weg legten und diese dadurch mit ihren Kindern die Gottesdienste besuchen können.

Nach dem Heiligen Abendmahl für die Gemeinde und für die Entschlafenen, das der „alte“ und der „neue“ Hirte empfangen durften, folgte dann die Inruhesetzung und Einsetzung. Das war ein ergreifender Moment. Hirte Petrusch, der fast 30 Jahre die Gemeinde leitete, durfte den Stab abgeben an den jungen Evangelisten, der nun die Bürde des Amtes tragen muss. Hirte Petrusch hat die schwierige Zeit mit der Zusammenführung der drei Gemeinden Tempelhof, Schöneberg und Steglitz mit ruhiger Hand und unaufgeregt geführt, sagte der Bezirksapostel. Hirte Wieczorreck darf sich des Beistandes der Gemeinde und der Hilfe Gottes sicher sein. Die vorrangigste Arbeit für den neuen Hirten wird die Pflege der Amtsträger und das Beten sein, das gab der Bezirksapostel dem Hirten mit auf den Weg. Bei seiner vielen Arbeit, die auf ihn nun zukommen wird, wird Gott immer an seiner Seite sein.

Nach Gottesdienstschluss gaben die Geschwister Petrusch einen Sektempfang bei schönem Wetter im Kirchgarten, wo dem Hirten i.R. ein Album überreicht worden ist, in dem Geschwister aus ihren Begegnungen mit ihm erzählen, was zu mancher Heiterkeit Anlass gab.


24.09.2015
D.L.
B.B.
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Quelle: www.nak-schoeneberg.de/news-gemeinde/346
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