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Die Kinder hatten die beste Aussicht

Die Kinder hatten die beste Aussicht

Die Kinder hatten die beste Aussicht

Kräftig Schwung holen, und: Fußballplatz, Wasserrutsche, Malzelt. Noch einmal abstoßen: Sandkasten, Kletterwand, Kriechtunnel. Und jetzt ganz hoch: Verkehrsparcour, Pizzastation, Grill. Diese Perspektive hatte man beim Kinderfest des Bezirks Berlin-Südwest – wenn man zwischen drei und vierzehn Jahre alt oder leichter als 70 Kilo war. Etwa 150 Mal hieß es am 12. Juli: Gurt anlegen, gut festhalten, und kräftig abspringen. Bis zu acht Meter hoch konnten jeweils vier der etwa 60 Kinder auf dem Bungee-Trampolin in die Luft fliegen und die Aussicht genießen auf das Schulgelände in Berlin-Zehlendorf, wo das diesjährige Kinderfest stattfand.
Gegen 10 Uhr begrüßte Bezirksälteste Jürgen Jeßke die Kinder, Eltern, Großeltern und Freunde. Auf das gemeinsame Gebet folgte das Lied „Gott ist die Liebe“ – gepfiffen (mit dem Mund), getrommelt (auf den Bauch) und gestampft (auf den Boden). Dann erkundeten alle die verschiedenen Stationen, die die Gemeinden vorbereitet hatten.
Beginnen wir beim Baby-Pool: Für die Kleinsten waren in einer Sandkiste ein paar Murmeln versteckt. Wenn man welche gefunden hatte, konnte man sie über eine selbstgebaute Murmelbahn rollen lassen. Auch Sackhüpfen und Eierlaufen war möglich, zehn Bobbycars standen für Führerscheinaspiranten bereit, und im Kriechtunnel fühlten sich sogar die betreuenden Jugendlichen wohl. Ein Stückchen weiter, neben dem Beachvolleyballfeld, regnete es aus einem undichten Gartenschlauch auf eine blaue Plastikplane. Eine Wasserrutsche! Badehose an, und los!
Etwas weniger nass ging es auf dem Kletterturm zu, man kam allerdings leicht ins Schwitzen. An diesem winzigen Vorsprung soll ich mich festhalten können? Und diese kleinen Steine reichen für meinen ganzen Fuß? Mehr Trittfläche bot die gelb-blaue Hüpfburg, die eher wie ein riesiges Planschbecken aussah. Statt Wasser hatte sie einen dicken Luftkissenboden – und zum Glück ebenso dicke Seitenwände, denn so ganz gerade hüpft wohl keiner.
Im Schatten der Burg war ein kleiner Basteltisch aufgebaut. „Elektro“ stand mit großen bunten Buchstaben daran, und beim genauen Hinsehen leuchtete es manchmal: Da hatte es wieder jemand geschafft, Batterie, Kabel und Glühlampe zu einem kleinen Morsegerät zusammen zu löten und zu schrauben.





Mehr künstlerisch als technisch ging es an in den benachbarten Pavillons zu: Man konnte Tassen bemalen oder sich eine bunte Maske basteln, kleine Bücher lesen (oder sich vorlesen lassen) und neue Spiele kennenlernen. Natürlich war der Fußballplatz auch diesmal beliebt – bei Kindern und auch einigen Jugendlichen. Spektakuläre Seitfallrückzieher, Torjubel und Torwartfrust, das gehörte alles dazu.
Wie war das noch? Verkehrsparcour, Pizzastation, Grill. Genau: Eine echte Polizistin hatte auf dem Parkplatz mit roten Hütchen zwei Parcours markiert. Auf zwei oder drei Rädern konnte man seine Geschicklichkeit testen. Der Rundenrekord für die 20 Meter (inkl. Haarnadelkurve) lag am Ende bei 15 Sekunden.
Wer Hunger hatte, konnte wählen: Ein Frühstücksbuffet hatten die Geschwister mitgebracht, zehn Bleche mit Pizza kamen mittags, die Vorsteher grillten 120 Würstchen und 130 Stücke Fleisch und etwa 100 Liter Wasser und Säfte wurden getrunken.
Nach der Mittagspause war Sprungpause am Bungee-Trampolin, und alle Kinder legten sich auf den Rasen. Nicht zum Mittagsschlaf, sondern für ein besonderes Foto. „KINDER-FEST 2008“ war schließlich auf der Wiese zu lesen, und dank des Trampolins konnten wir davon sogar ein Luftbild machen.
Gegen Ende des Tages waren 40 Tassen bemalt, 30 Masken gebastelt, 20 Morsestationen gelötet und 200 Stück Pizza verzehrt. Die Sonne hielt entgegen mancher Prognose den ganzen Tag durch, es regnete nur aus dem Gartenschlauch.

Fotos: Jens Zimmer, Nadja Müller (Buchstabenbild)
12.07.2008
Jens Zimmer
Jens Zimmer
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Quelle: www.nak-schoeneberg.de/news-kinder/93
Bildergalerie zum Beitrag (12.07.2008)


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