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Interview mit dem Evangelisten Miericke (Berlin-Schmargendorf)


"Es war in Schöneberg, im Monat Mai ..?"

Lieber Evangelist Miericke, 10.12.2007 - 40 Jahre im Amt! Das ist doch (fast) Guinnessbuch-reif. Was fühlten / dachten Sie beim 1. „Ja!“ ? Wurden Sie „vorher“ gefragt? Wenn ja, von wem? Wo? Wer noch?

Gefragt von Bischof Rushak und Hirte Reichwehr bei uns (meiner Mutter und mir) zu Hause. Für den Tag der Amtseinsetzung (vormittags in Gem. Nordwest durch BAP Knigge) war die Verlobung (Nachmittagsgottesdienst) mit meiner späteren Frau Brigitte geplant.

Welche Ämter / Aufgaben folgten?

Diakon, Priester in der Gemeinde Schöneberg, u.a. Jugendleiter von 1970 – 1986, seit 1994 Evangelist und Vorsteher in der Gemeinde Schmargendorf

Gab es dabei / gibt es eine „Lieblingsaufgabe“?

Als Jugendleiter waren die Tage „Einführung der Konfirmanden in die Jugend“ (meistens am Karfreitag-Nachmittag) spannend, anstrengend aber auch sehr schön.
„Lieblingsaufgabe“ ist eigentlich die Seelsorge bei den Geschwistern und den Familien der Amtsträger, aber auch Gespräche mit interessierten Gästen, die das Werk prüfen.

Bleiben wir kurz beim „Jugendleiter“. Einer Ihrer „Amtskollegen“ formulierte wie folgt: „Jugendarbeit ist wie „Steine schleppen“ …“ ?

Aber es macht glücklich, wenn man nach Jahren (z.B. in Schöneberg) die jungen Brüder als Priester, Evangelisten etc. erlebt, wie sie mit Freude und Eifer das Werk Gottes weiterführen und die Schwestern, wie sie ihre Kinder im Glauben erziehen.

Wer war eigentlich „Ihr“ Jugendleiter? Wie war das „Verhältnis“ zu ihm?

Das war in den 60er-Jahren das Problem in Schöneberg; die beauftragten Priester Schlieder und Heuer hatten trotz grosser Bemühung keinen „Draht“ zur Jugend und somit zerfiel diese.
Als Ev. Giencke 1969 die Jugend übernahm änderte sich dies und wir konnten in den 70er Jahren bis zu 50 Jugendliche in der Gemeinde aktiv betreuen.

Gibt es in der „Qualität“ der Jugendarbeit ein „Damals“ und „Heute“?

Das kann ich nicht vergleichen, da die Zeitverhältnisse sich stark geändert haben (Medien, Kommunikation etc.) und die Jugend heute wohl schwerer (aufgrund der vielen Angebote in Berlin) zu begeistern ist. Trotzdem bleibt die Hauptaufgabe das Angebot der Gemeinschaft miteinander und aktuelle jugendbezogene Themen zu diskutieren, die als Lebenshilfe auf dem Glaubens- und Lebensweg dienlich sind.

Wären Sie lieber „Heute“ oder „Damals“ Jugendlicher?

Meine Jugendzeit war trotz (oder vielleicht wegen) einfacher Verhältnisse sehr schön (viele gemeinsame Freunde und ich lernte hier meine Frau kennen), heute habe ich ein anderes Lebensumfeld – alles hat seine Zeit !!

Was wünschen / raten Sie der „Jugend heute“?

Aktiv im Chor, im Orchester und der der Jugendgruppe sein (Ideen, Aufgaben übernehmen) und das Angebot der speziellen Jugendgottesdienste nutzen.

Welcher Apostel hat Sie versiegelt? Wann? Wo?

BAP Landgraf am 1.1.1949 in Wilmersdorf

Wie kommen Sie als „Schöneberger“ eigentlich nach „Schmargendorf“?

(eigentlich mit dem PKW, aber auch zu Fuß ..;-.)

Ap. Behr stellte mir nach einem Gottesdienst in Wilmersdorf (Silberhochzeit der Geschwister A. und R. Jaenicke) die Frage, ob ich die Aufgabe als Vorsteher übernehmen würde und eine Woche später setzte mich BAP Schröder in Schmargendorf als Vorsteher ein.

Dann kann man Sie als „Schönen Schmargendorfer“ bezeichnen?

Nein.

Schon mal etwas von www.nakschoeneberg.de gehört!?
Was wünschen Sie der HP Schöneberg?


Ja, besser wäre es aber, wenn sich diese HP auf den Begriff und Bereich „Bezirk Südwest“ ausweitet und noch mehr publik wird!


Lieber Evangelist Miericke, wir (die Red.) bedanken uns für das kurze, aber knackige (virtuelle) Gespräch.

Herzlichen Dank!

15.12.2007
Peter Berlik
1.876

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