Bitte zugreifen!

Bitte zugreifen!

Foto: SFIVAT

Eine Legende berichtet von einem modernen Menschen, der sich in der Wüste verirrte. Die sengende Hitze hatte ihn ausgedörrt. Da sah er von weitem eine Oase und dachte: „Aha, das ist bestimmt eine Luftspiegelung, eine Fata Morgana, die mich narrt. In Wirklichkeit ist da gar nichts!“
Er näherte sich der Oase – sie verschwand nicht. Deutlich sah er Dattelpalmen, grünes Gras und die sprudelnde Quelle. „Das ist natürlich eine Hungerfantasie, die mir mein Gehirn vorgaukelt“, meinte er. „Solche Fantasien hat man bekanntlich in meinem Zustand. Jetzt höre ich sogar Wasser sprudeln! – Eine Gehörhalluzination. Wie grausam doch die Natur ist!“
Kurze Zeit später fanden ihn zwei Beduinen tot auf. „Kannst du das verstehen?“, fragte der eine. „Die Datteln wachsen ihm beinahe in den Mund. Da liegt er dicht neben der Quelle, verhungert und verdurstet. Wie ist so etwas möglich?“ Der andere antwortete: „Er war ein moderner Mensch!“

Diese Legende beschreibt die Situation vieler Menschen und vielleicht auch manchmal unsere in diesen Tagen. Wir sehnen uns nach einem sinnvollen, glücklichen und erfüllten Leben. Man jagt selbstgesteckten Zielen nach, sucht immer neue, spektakuläre Unterhaltungen mit der Hoffnung, dadurch innere Erfüllung und Zufriedenheit zu finden. Gott ist in den Hintergrund ge- oder gar verdrängt. Die Angebote, die er uns macht, werden nicht gesehen, wahrgenommen oder ihre Existenz gar negiert. Je mehr wir erklären, mit dem Verstand ergreifen und analysieren können, umso unwahrscheinlicher wird dem Menschen Gott und sein Erlösungsplan. Wie in der Legende der Lebensgeist, schwindet damit das seelische Leben immer mehr. Dabei leben wir direkt an der Quelle und brauchen eigentlich nur zuzugreifen. Ein beständiges Gebetsleben ist wie eine Quelle, die den Glauben immer wieder neu erfrischt. Ein Mitnehmen Gottes in den Alltag schafft Glaubenserlebnisse, die diesen stärken. Und letztlich ist eine jede Abendmahlsfeier die größte Oase, die wir unserer Seele gönnen können.

Achten wir darauf, dass wir uns den Wert dieser Angebote nicht selbst kleinreden und sie gering schätzen. Gott hält alles bereit, was unseren Glauben erhält. Wir brauchen nur zuzugreifen.
Oliver Jaenicke


Ausgabe 09/2018 lesen


Bibelwort vom 19.09.2018

2. Korinther 13,11:
Frieden stiften und bewahren


Hochzeit von André und Elena Brauner

23.08.2018

Am Sonntag, dem 12. August 2018 empfingen unsere Geschwister André und Elena Brauner den Segen zu Ihrer Eheschließung. Nicht nur die Verwandten sind angereist, die Gemeinde war gut gefüllt mit den Gottesdienst-Teilnehmern und den zahlreichen Hochzeitsgästen.

weiterlesen

Segen zur Silberhochzeit

22.08.2018

Vor 9.135 Tagen standen unsere Geschwister Stefanie und Jörg Brunner in Berlin-Marienfelde vor dem Traualtar und gaben sich das „Ja-Wort“. Unser himmlischer Vater legte auf dieses „Ja“ seinen Segen.

weiterlesen

Kein rauschendes Fest, sondern ein harmonisches

30.06.2018

In der Juni-Ausgabe von Meine Gemeinde ist bereits so gut über die Örtlichkeit (mit Luftbild) und den Ablauf des Gemeindetages informiert worden, das es keinen Sinn macht, das alles nochmal zu wiederholen. Nur so viel: Alles, was geplant war, fand auch statt.

weiterlesen

Gemeindestunde zu Fusionsplänen in Berlin-Schöneberg

29.06.2018

Das Schöneberger Kirchenschiff war gut besucht, als sich am Abend des 25. Juni 2018 Geschwister der Berliner Gemeinden Schöneberg, Wilmersdorf und Schmargendorf zu einer Gemeindestunde mit Bezirksapostel Wolfgang Nadolny versammelten.

weiterlesen

Schöneberg schreibt Fußballgeschichte

22.06.2018

Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Fußballs. Dies gilt nicht nur für die Fußballweltmeisterschaft in Russland, sondern auch für ein NAK-Fußballturnier in Pinneberg (bei Hamburg), das aus unerfindlichen Gründen und völlig unverständlich, weit weniger internationale Aufmerksamkeit erregt hat.

weiterlesen


Blick übern Tellerrand

Angekommen… und doch nicht fremd
(Hörgeschädigte Berlin-Brandenburg)


03.09.2018

Aus allen Teilen Deutschlands und der Schweiz machen sich Hörgeschädigte Geschwister, Gäste und Begleiter auf nach Berlin. Es ist Samstag, der 25. August 2018. Heute Mittag beginnt das 18. überregionale Hörgeschädigtentreffen. Am Charlottenburger Econtel Hotel kreuzen sich die teils langen Anfahrtswege. Es scheint, als ob ...

weiterlesen

schliessen
schliessen