News der Jugend

Jugendfahrt 2018

Jugendfahrt 2018

Jugendfahrt 2018

Im traumhaft schönen und warmen Mai dieses Jahres fuhren wir über das Himmelfahrtswochenende auf unsere diesjährige Jugendfahrt. Nach dem Gottesdienst am Donnerstag speisten wir bei starker Sonneneinstrahlung im Kirchengarten köstliche Pizza, um uns für die Fahrt zu stärken. Die Stimmung war jetzt schon ausgelassen und erwartungsfroh.

Als die Autos bis unter die Decke mit Koffern und Jugendlichen beladen waren und schon langsam in die Knie gingen, machten wir uns auf den langen Weg in die schöne Uckermark. Über das verlängerte Wochenende wegzufahren, hielten leider einige Berlinerinnen und Berliner für eine gute Idee, so dass wir das ein oder andere Mal tief im Stau stecken blieben.

Doch sobald wir angekommen waren, waren auch die Strapazen der Fahrt schnell vergessen (bei 29,5 angezeigten Grad im Auto blieb kein T‐Shirt wirklich trocken). Es erwartete uns ein wunderschönes großes Gelände, eine saubere, moderne und ebenfalls großzügige Unterkunft, eine Lagerfeuerstätte, Basketballkorb, ein Spielplatz ohne TÜV, Pferde auf der Nachbarwiese und ein Beachvolleyballplatz. Es blieben also keine Wünsche offen!

Nachdem wir unsere Zimmer gefunden, Betten bezogen und den Kühlschrank gefüllt hatten, wurde natürlich als erstes unser Volleyballnetz aufgebaut (im Sand spielen ist nämlich zu anstrengend). Zum Abendbrot gab es einen kleinen Gruß aus der Küche, und als der platternde Regen in Strömen losbrach, saßen wir alle gemeinsam schon längst gemütlich im Aufenthaltsraum bei lustigen Gesellschaftsspielen.

Unsere Jugendfahrt stand dieses Jahr unter dem Motto: „Best of“. In diesem Sinne sollten beispielsweise am Spielesamstag auch die von uns vorher per Umfrage gewählten beliebtesten Spiele der letzten Jahre noch einmal gespielt werden. Unter anderem sollten wir uns aber auch schon im Vorfeld Gedanken darüber machen, was denn für uns so das „Beste“ an unseren Mitjugendlichen des anderen Geschlechts sei und wie wir ihnen das in Form einer Überraschung danken könnten. Am Freitag war es dann soweit. Die Jungs baten die Mädchen nach unten in den Gemeinschaftsraum und was sie dort erwartete, ließ ihnen reihenweise die Kinnladen herunterklappen. Leise spielte klassische Musik, das Licht wurde durch schwere Stoffvorhänge gedämmt und flüsternd plätscherte ein Schokoladenbrunnen auf einem Tisch. Im Raum verteilten sich Stühle mit Wassereimern davor und ein zarter Duft von frisch aufgeschnittenem Obst umhüllte die Nasen. Die Herren der Schöpfung ganz in weiß muteten an wie geschultes Wellness‐Personal und dem standen sie auch in nichts nach. Es gab Fußwaschungen und –massagen, selbst angerührte Gesichtsmasken, prickelnden Sekt, eine stille, freundliche Bedienung par excellence und fantastische Rückenmassagen. Dazu in warme, flüssige Schokolade getuchtes Obst – unbeschreiblich!

Die Mädchen setzten sich auf eine gänzlich andere Art, jedoch nicht weniger intensiv mit ihren Lieblingsmännern auseinander. In stundenlanger Denkarbeit entstanden detaillierte, passgenaue „Liebesbriefe“ für jeden Einzelnen, in denen jede geschätzte Eigenschaft und Charakterzug hervorgehoben und die Freude und Dankbarkeit über die Existenz desjenigen in der Jugend und sein besonderer Platz betont wurden. Noch nie hatten sich die Mädchen gemeinsam so intensiv und lange mit jedem einzelnen Jungen befasst und dabei wurde klar, wie sehr wir einander schätzen.

Als am Abend die lodernden Flammen den Lagerfeuerplatz in einen warmen Schein tauchten und wir uns alle rundherum versammelten, rückten wir auch emotional noch näher zusammen. Einer von uns mit einem großen Gesangstalent gab mit seinem schmetternden Bass einige Stücke aus der „Zauberflöte“ zum Besten und das zauberte nicht nur uns eine Gänsehaut, sogar die Nachbarn kamen vorbei, um zu applaudieren. Im Anschluss holte ein weiterer begabter Musiker aus unseren Reihen seine Gitarre heraus und wir stimmten einig weltliche und später auch auswendig unsere Lieblingskirchenlieder an. Es muss ebenfalls ganz ausgezeichnet geklungen haben, denn unsere Nachbarn beschlossen im Laufe unseres Gesanges, ebenfalls ihr Lagerfeuer anzuzünden. Als die Lieder langsam verklungen, wurde die Nacht von leise Gemurmel der Gespräche, die sich überall ergaben, erfüllt und klang noch einige Zeit weiter, auch als die ersten schon schlafen gingen...

Samstag stand traditionell wie zuvor schon erwähnt unter dem Zeichen der Spiele. Neben guten alten „Bekannten“ lernten wir auch viele neue Spiele kennen. Dabei ging es u.a. um Geschicklichkeit, Treffgenauigkeit, Schnelligkeit, Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen und sehr viel Humor. Der Ehrgeiz stellte sich wie immer von ganz alleine ein ;)


Wir hatten bei traumhaftem Wetter sehr viel Spaß und danken dem Organisationsteam für Geduld und Spucke :D
Unser letzter Abend vor Ort wurde durch ein gemeinsames Grillfest mit anschließendem Lagerfeuer gestaltet, es wurde viel gelacht, viel gegessen, viel erzählt und die Stimmung war ungebrochen gut.

Sonntag suchten wir die Gemeinde Gramzow heim und hinterließen, ein wenig müde stellenweise, im besten Sinne einen bleibenden Eindruck. Wir wurden sehr herzlich empfangen und zu Kaffee und Kuchen im Anschluss geladen. Das geplante gemeinsame Mittagessen in einer nahen Lokalität zwang uns aber alsbald zum Aufbruch.

Damit der Sonntag nicht in Aufbruchsstimmung verloren ging, packten wir zunächst unsere Sachen und säuberten die Räumlichkeiten, bevor wir uns noch einigen Stunden dem gemeinsamen Volleyballspiel widmeten. Die Sonne brannte wieder heiß vom Himmel und wir genossen die letzten Momente von diesen schönen Tagen, die wirklich wie im Fluge vergangen waren.

Als es dann Zeit zur Abfahrt war, waren alle erfüllt von den Eindrücken und Erlebnissen der schönen Gemeinschaft und in den Autos tauschte man sich aus und sprach über die erlebte Zeit. Das Feedback war ausgesprochen positiv. Und auch wenn wir wieder mit allen Heimkehrern im Stau feststeckten, konnte das die Stimmung nicht mehr trüben. Im Gegenteil: es wurde mit viel Humor das Beste aus der Situation gemacht.

Vielen Dank für die tollen Tage, dass es egal ist, wie alt der Einzelne ist, dass nie jemand ausgeschlossen ist und wir so viel zusammen lachen und erleben können. Ihr seid toll.

Auch ganz herzlichen Dank an dieser Stelle den Organisatorinnen und Organisatoren unserer Fahrt, die wieder im Vorfeld viele viele Stunden ihrer Zeit in die Vorbereitungen gesteckt haben, ohne die das alles nicht möglich wäre!

Eure Jugend


25.05.2018
Jugend NAK Schöneberg
Jugend NAK Schöneberg, S.D.
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Quelle: www.nak-schoeneberg.de/news-jugend/394
Bildergalerie zum Beitrag (02.08.2018)


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