Nur eine Regel

Nur eine Regel

In einem der Gottesdienste des vergangenen Monats kam eine Bibelstelle zur Sprache, die mich längere Zeit beschäftigte. Sie steht im Römer 14, Vers 13 und lautet: Darum lasst uns nicht mehr einer den anderen richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite. Dabei dachte ich darüber nach, wie schnell man doch erkennt, wenn jemand etwas nicht richtig macht. Und wie oft man selbst in die Situation gerät etwas Wichtiges zu übersehen.

Dazu viel mir folgende Geschichte ein:
Die junge Lehrerin einer Grundschulklasse hatte ihre kleinen Schüler im Unterricht gründlich auf den Besuch des Verkehrskindergartens vorbereitet und die Verkehrszeichen geübt. Die Begrüßung und Einweisung nahm ein älterer, erfahrener Polizeibeamter vor. Dann wurden die Kinder als Fußgänger, Radfahrer oder Tretautofahrer eingeteilt. Jedes Kind nahm seine Position ein und auf ein Signal setzte sich der Verkehr im Garten in Bewegung, die Ampeln schalteten wie gewohnt von Rot auf Grün und die Kinder sollten die Beachtung der Verkehrsregeln üben. Das ging zunächst recht gut, doch dann stellten sich hier und da Meinungsverschiedenheiten über Vorfahrtsrechte ein, es wurde zu schnell gefahren, geschimpft und diskutiert und das steigerte sich derart, dass der Verkehr regelrecht zum Erliegen kam. Die Lehrerin war ziemlich verzweifelt und beteuerte dem betreuenden Polizisten, dass sie die Regeln und Verkehrszeichen intensiv geübt hätte und sich dieses Durcheinander nicht erklären könne. Der Polizist beruhigte sie lächelnd, rief alle Kinder zusammen und fragte was ihr Problem sei. Daraufhin redeten alle durcheinander von den vielen Verkehrsregeln, die man sich gar nicht alle merken kann und darüber wer sich falsch verhalten hätte. Da unterbrach sie der Polizist und fragte ob sie damit einverstanden wären, wenn sie alle Regeln streichen und für die nächste Runde nur eine einzige Regel gelten solle. Die Kinder waren zunächst verblüfft und verwundert wie das gehen solle, dann stimmten sie zu und wollen wissen wie Regel lautet. Der Polizist sagte, Die Regel ist, dass ihr selbst oder euer Fahrzeug keinen anderen Verkehrsteilnehmer berühren dürft. Sobald ihr das tut seid ihr aus dem Spiel und müsst zugucken. Die Lehrerin war skeptisch aber der Polizist verteilte die Kinder, gab das Signal und der Verkehr setzte sich wieder in Bewegung. Plötzlich war Rücksichtnahme angesagt, denn keines der Kinder wollte als erstes zum Zugucken verbannt werden. Die ganze Runde verlief ohne Zwischenfälle und die Lehrerin war begeistert wie gut aufeinander geachtet wurde und schließlich wurden auch die Verkehrszeichen beachtet.

Daran wurde ich erinnert bei dem Vorschlag keinen Abstoß oder Grund zum Ärger zu bereiten. Denn eigentlich brauchte es dazu keine dicken Gesetzesbücher sondern nur eine einzige Regel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
F.S.


Ausgabe 09/2017 lesen


Bibelwort vom 24.09.2017

2. Korinther 4, 7:
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